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 <title>CCC</title>
 <link>http://www.thenextlayer.org/taxonomy/term/150</link>
 <description>The taxonomy view with a depth of 0.</description>
 <language>en-US</language>
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 <title>Chaos Computer Club hackt Hamburger Wahlstift - CCC hacks electronic voting pens</title>
 <link>http://www.thenextlayer.org/node/181</link>
 <description>&lt;p&gt;Am 24. Februar 2008 soll in Hamburg mit dem neuen &quot;Digitalen&lt;br /&gt;
Wahlstift&quot; gewählt werden. Durch eine grundlegende Änderung des&lt;br /&gt;
Wahlrechts wird unter anderem ein Computer-Wahlverfahren eingeführt,&lt;br /&gt;
das nur oberflächlich wie die vertraute Wahl mit Zettel und Stift&lt;br /&gt;
aussieht. Der Chaos Computer Club (CCC) weist nun mit der&lt;br /&gt;
Demonstration eines Wahlstift-Trojaners auf die erheblichen&lt;br /&gt;
Manipulationsrisiken dieses Verfahrens hin.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Rein äußerlich soll der Wahlvorgang für die 1,2 Millionen Hamburger&lt;br /&gt;
Wähler in den Wahllokalen gleich bleiben. Jeder Wähler geht in die&lt;br /&gt;
Wahlkabine und kreuzt dort seine Stimmen auf dem Papier an. Dafür&lt;br /&gt;
bekommt er einen Digitalen Wahlstift ausgehändigt. Der elektronische&lt;br /&gt;
Stift zeichnet über ein für Menschen kaum sichtbares Muster auf dem&lt;br /&gt;
Stimmzettel auf, wo auf dem Papier der Wähler seine Kreuze macht. Der&lt;br /&gt;
Stift wird anschließend in eine Auslesestation gesteckt, um das&lt;br /&gt;
digitale Kreuz vom Stift über ein Kabel auf einen Laptop zu&lt;br /&gt;
übertragen. Im Laptop werden dann die Kreuze zu Stimmen umgerechnet.&lt;br /&gt;
Am Wahlende wird aus den gespeicherten Kreuzen ein Ergebnis&lt;br /&gt;
errechnet, welches dann über einen Drucker ausgegeben wird. Aus&lt;br /&gt;
Gründen der Ausfallsicherheit werden alle Stimmen zusätzlich auf&lt;br /&gt;
einem USB-Stick gespeichert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Laut dem neuen Hamburger Wahlgesetz sollen dabei ausschließlich die&lt;br /&gt;
vom Wahlstift aufgezeichneten digitalen Kreuze als Ausdruck des&lt;br /&gt;
Wählerwillens gelten, das Papier dient nur als wählerberuhigende&lt;br /&gt;
Dekoration. Folgerichtig werden die Stimmen auf dem Papier auch nur&lt;br /&gt;
in 17 der ca. 1300 Wahllokale zur Überprüfung nachgezählt. Stimmen,&lt;br /&gt;
welche nicht mit dem Digitalen Wahlstift, sondern erkennbar mit einem&lt;br /&gt;
herkömmlichen Kugelschreiber oder Füller abgegeben werden, gelten als&lt;br /&gt;
ungültig und werden aussortiert. Bei einer Differenz zwischen der&lt;br /&gt;
Stichprobenzählung und den digital ermittelten Stimmen zählen deshalb&lt;br /&gt;
nicht, wie vom Wähler erwartet, die Stimmzettel, sondern die vom&lt;br /&gt;
Computer ermittelten Ergebnisse. Bei der Briefwahl werden die Stimmen&lt;br /&gt;
von zwei Wahlhelfern mit dem Digitalen Stift nachgemalt, um damit&lt;br /&gt;
ebenfalls ein computergestütztes Ergebnis zu ermitteln.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit dieser Konstruktion wird dem Wähler nur eine Papierwahl&lt;br /&gt;
vorgegaukelt, de facto findet aber eine Computerwahl mit allen&lt;br /&gt;
bekannten Risiken und ohne Nachprüfbarkeit für den Wähler statt. Der&lt;br /&gt;
Hamburger Wahlstift reiht sich so nahtlos an die umstrittenen NEDAP-&lt;br /&gt;
Wahlcomputer, die gerade in den Niederlanden wegen zahlreicher&lt;br /&gt;
Sicherheitsprobleme und mangelnder Nachprüfkeit des Zustandekommens&lt;br /&gt;
des Ergebnisses abgeschafft wurden. [1]&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Um die technische Sicherheit des Digitalen Wahlstift Systems (DWS) zu&lt;br /&gt;
belegen, wurde ein Schutzprofil nach den sogenannten Common Criteria&lt;br /&gt;
erstellt, einem Standard der eigentlich zur Standardisierung von&lt;br /&gt;
Teilbereichen der IT-Sicherheit, nicht aber für Wahlsysteme&lt;br /&gt;
entwickelt wurde. Die Verwendbarkeit von Common Criteria für die&lt;br /&gt;
Beurteilung von Wahlsystemen gilt demzufolge unter Experten als&lt;br /&gt;
äußerst zweifelhaft. Aufgrund dieses Schutzprofils soll nun eine&lt;br /&gt;
Baumusterprüfung durch die Physikalisch-Technische Bundenanstalt&lt;br /&gt;
(PTB) stattfinden. Gegenstand der Prüfung soll dabei die&lt;br /&gt;
Auslesestation und der Wahlstift selbst, die Software auf dem Stift&lt;br /&gt;
sowie die Auswertungs- und Zählsoftware auf dem Laptop sein. Die&lt;br /&gt;
Prüfung umfasst jedoch nicht den Drucker, den Laptop, auf dem Windows&lt;br /&gt;
XP als Betriebssystem laufen wird, und die zentrale&lt;br /&gt;
Auswertungssoftware beim Statistikamt Nord. Die PTB hatte schon die&lt;br /&gt;
Wahlcomputer der Firma NEDAP für Deutschland als sicher eingestuft,&lt;br /&gt;
welche in den Niederlanden gerade aufgrund von Sicherheitsbedenken&lt;br /&gt;
komplett aus dem Verkehr gezogen wurden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine Manipulation der Wahl durch Innentäter, also etwa durch&lt;br /&gt;
Wahlhelfer, Administratoren der Behörde für Inneres oder Mitarbeiter&lt;br /&gt;
der Herstellerfirmen wird im Schutzprofil per Definition&lt;br /&gt;
ausgeschlossen. Der Sprecher des Chaos Computer Club, Dirk Engling&lt;br /&gt;
sagte dazu: &quot;Die Ignoranz gegenüber der Innentäter-Gefahr entlarvt&lt;br /&gt;
das konzeptionell falsche Herangehen an computerisierte Wahlvorgänge.&lt;br /&gt;
Es erinnert an einen Flugzeugbauer, der bei der Konstruktion mal eben&lt;br /&gt;
die Erdanziehung vergisst und sich nachher wundert, dass das Flugzeug&lt;br /&gt;
nicht abheben kann.&quot; Die von Hersteller und Hamburger Senat&lt;br /&gt;
getroffene Annahme, dass es keine Innentäter geben wird, die eine&lt;br /&gt;
Wahlfälschung versuchen würden, disqualifiziert die&lt;br /&gt;
Sicherheitsannahmen für das System vollständig.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine Veröffentlichung der Software des Digitalen Wahlstiftsystems und&lt;br /&gt;
damit der zu Grunde liegenden Technik ist nicht vorgesehen, womit&lt;br /&gt;
eine öffentliche Prüfung durch unabhängige Sicherheitsexperten&lt;br /&gt;
unterbunden wird. Kritische Aussagen der Verfassungsexperten Dr.&lt;br /&gt;
Stephanie Schiedermair und Prof. Dr. Ulrich Karpen werden ignoriert.&lt;br /&gt;
Auch Warnungen von Sicherheitsexperten wie Prof. Dr. Klaus Brunnstein&lt;br /&gt;
und dem CCC wurden als theoretisch oder populistisch abgetan. &quot;Die&lt;br /&gt;
Geheimniskrämerei erinnert fatal an das Vorgehen bei NEDAP-&lt;br /&gt;
Wahlcomputern, offenbar unterschätzen die Hamburger&lt;br /&gt;
Entscheidungsträger die Sicherheitsprobleme und haben aus dem&lt;br /&gt;
Desaster im Nachbarland Niederlande nichts gelernt&quot;, sagte CCC-&lt;br /&gt;
Sprecher Dirk Engling.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Obwohl der Chaos Computer Club vom Hamburger Wahlleiter kein&lt;br /&gt;
komplettes System für eine Analyse erhalten hat, konnten anhand der&lt;br /&gt;
verfügbaren Informationen und durch Untersuchung der Basistechnologie&lt;br /&gt;
des Wahlstifts, dem Anoto-Digitalstiftsystem, eine Reihe von&lt;br /&gt;
schwerwiegenden prinzipiellen Mängeln identifiziert werden. Dabei&lt;br /&gt;
wurde das grundlegende Problem computergestützter Wahlen - die&lt;br /&gt;
mangelnde Überprüfbarkeit durch den Wähler - überdeutlich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der CCC hat zur beispielhaften Illustration der vielfältigen&lt;br /&gt;
Angriffsmöglichkeiten gegen den Wahlstift für die Hamburger&lt;br /&gt;
Bürgerschaft einen trojanischen Wahlstift entwickelt, der äußerlich&lt;br /&gt;
nicht als solcher erkennbar ist. Solch ein Stift kann sowohl von&lt;br /&gt;
Wählern als auch von an der Wahlvorbereitung und -durchführung&lt;br /&gt;
beteiligten Personen unbemerkt ins Wahllokal mitgebracht und statt&lt;br /&gt;
dem echten Wahlstift in die Auslesestation gesteckt werden. Der&lt;br /&gt;
manipulierte Stift überträgt dann nicht nur digitale  Stimmkreuze zum&lt;br /&gt;
Auswertungscomputer, sondern agiert als ein sogenanntes Trojanisches&lt;br /&gt;
Pferd zum Einschleusen von Schadsoftware. Sobald der Stift in die&lt;br /&gt;
Auslesestation gesteckt wird, aktiviert sich ein&lt;br /&gt;
Manipulationsprogramm, welches automatisch auf das Zielsystem&lt;br /&gt;
übertragen und dort ohne Zutun des Bedieners ausgeführt wird. Das&lt;br /&gt;
Programm kann nun problemlos Manipulationen auf dem Auswertungslaptop&lt;br /&gt;
vornehmen, indem es z. B. die Position der digital gespeicherten&lt;br /&gt;
Stimmkreuze verändert, das Endergebnis verfälscht, speichert und&lt;br /&gt;
ausgibt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&quot;Der trojanische Wahlstift ist nur einer von vielen verschiedenen&lt;br /&gt;
Angriffen gegen das Wahlstift-System. Es geht hier nicht um das eine&lt;br /&gt;
oder andere Sicherheitsloch, das noch irgendwie gestopft werden kann.&lt;br /&gt;
Das prinzipielle Problem ist, dass der Wähler bewusst in die Irre&lt;br /&gt;
geführt wird. Ihm wird eine Papierwahl vorgegaukelt, die in Wahrheit&lt;br /&gt;
eine unsichere und intransparente Computerwahl ist&quot;, sagte CCC-&lt;br /&gt;
Sprecher Dirk Engling.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vor dem Hintergrund der prinzpiellen und sicherheitstechnischen&lt;br /&gt;
Probleme des Digitalen Wahlstifts, insbesondere der mangelnden&lt;br /&gt;
Überprüfbarkeit durch den Wähler, fordert der Chaos Computer Club den&lt;br /&gt;
Hamburger Gesetzgeber dazu auf, das Wahlstiftsystem aufzugeben.&lt;br /&gt;
Selbst mit massiver Nacharbeit an den heute sichtbaren&lt;br /&gt;
Sicherheitslücken ist das System prinzipbedingt nicht dazu geeignet,&lt;br /&gt;
die Anforderungen an Wahlen in Deutschland zu erfüllen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;[1] &lt;a href=&quot;http://www.ccc.de/updates/2007/wahlcomputer-ausgemustert&quot; title=&quot;http://www.ccc.de/updates/2007/wahlcomputer-ausgemustert&quot;&gt;http://www.ccc.de/updates/2007/wahlcomputer-ausgemustert&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
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 <category domain="http://www.thenextlayer.org/taxonomy/term/151">electronic voting</category>
 <pubDate>Thu, 25 Oct 2007 22:24:15 +0200</pubDate>
 <dc:creator>aaron</dc:creator>
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