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 <title>video documentation of first tnl conference</title>
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 <description>&lt;p&gt;please follow this link for the video documentation of the first next layer conference, april 08&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://www.archive.org/details/the-next-layer-april-08&quot; title=&quot;http://www.archive.org/details/the-next-layer-april-08&quot;&gt;http://www.archive.org/details/the-next-layer-april-08&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
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 <pubDate>Thu, 08 May 2008 16:34:34 +0200</pubDate>
 <dc:creator>hadzi</dc:creator>
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 <title>Armin Medosch - Immigration</title>
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 <pubDate>Wed, 09 Apr 2008 14:05:59 +0200</pubDate>
 <dc:creator>Armin Medosch</dc:creator>
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 <title>Das Paradox des Privaten - eine Polemik</title>
 <link>http://www.thenextlayer.org/node/384</link>
 <description>&lt;p&gt;In die Diskussion um den Schutz der Privatsphäre bzw. deren zunehmenden Verlust haben sich einige fundamentale Denkfehler eingeschlichen, weshalb diese Anliegen, so sie als defensive Verteidigung eines Menschenrechts aufgefasst werden, zum Scheitern verurteilt sind. Das Begriffspaar öffentlich/privat muss, anstatt als gegeben angenommen neu aufgelöst werden, insbesondere da die Dynamik der gesellschaftlichen und technischen Entwicklungen längst Tatsachen gesetzt haben, die über das von George Orwell in 1984 geschilderte Bedrohungsszenario nicht nur hinaus gehen sondern auch deutlich abweichen.  &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das kapitalistische System ist nicht gegen die Privatsphäre, ganz im Gegenteil. Auf ideologischer Ebene wollen die herrschenden Mächte, dass wir privat sind. Wenn wir ganz privat unser subjektives Ich erleben, im Kreis der Familie, zu Hause, dann ist das genau der Ort, wo man uns haben will -- und nicht auf den Straßen und den Barrikaden, z.B.. Der Staat ist auch nicht besonders interessiert, in diese Privatsphäre einzugreifen und auch für die Wirtschaft geht es beim Data Mining vor allem um die Statistik und nicht uns als Individuen. Richard Sennett argumentierte schon 1974, dass das öffentliche Leben geradezu vom Privaten verseucht ist. Anstatt politischer Auseinandersetzungen und rationaler Argumente versorgen uns Politiker mit Schnappschüssen aus ihrem Privatleben. In Athen, wie Hannah Arendt hervorhub, verachteten freie Bürger die Domäne des Privaten und genossen das öffentliche Leben auf der Agora. Das deutsche Wort &quot;Idioten&quot; ist eine Ableitung des griechischen Wortes für Banausen, Leute die nie aus dem Haus gehen (frei nach Flusser). &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Diskussion ist irgendwo erstarrt zwischen den Habermasianern und einer bürgerlich und eurozentrisch definierten Privatsphäre einerseits, und den Post-Focaultschen Warnern vor der Kontrollgesellschaft andererseits. In &quot;Der achtzehnte Brumaire des Louis Bonaparte&quot; veranschaulicht Marx, dass die soeben erworbenen bürgerlichen Rechte und Freiheiten der Bourgeoise  von Anfang an gegen die Arbeiterklasse gerichtet wurden und alles dafür getan wurde, dass diese nicht in den Genuss der selben Rechte kamen wie sie. Deshalb ist die Idealisierung der Privatsphäre wie sie von Habermas vorgemacht und von anderen wie z.B. Beate Rössler in zeitgemäßerer Form weiter betrieben wird, ebenso übrigens wie die Idealisierung der athenischen Demokratie keine tragende Konzeption für eine positive Formulierung der Öffentlichkeit oder Privatheit, da beide auf dem Ausschluss der Mehrheit der Menschen beruhen (und diese Konzepte ihre negative Dialektik somit bereits in sich tragen). Die Privatsphäre als das Reich der schrankenlosen Herrschaft des männlichen Patriziers hat ausgedient. Zu verteidigen ist nicht die Privatsphäre, sondern die Freiheit. Letztere kann aber wohl nicht in einem privaten Rückzugsrecht bestehen. Was bei Habermas allerdings hervorsticht ist nicht so sehr die Ableitung der politischen Öffentlichkeit aus dem bürgerlichen literarischen Salon und Theater, als seine Analyse der Privatsphäre im sozialdemokratischen Verbändestaat. In dem Moment in dem der Staat beginnt, sich für das Wohlergehen der Bürgerinnen und Bürger verantwortlich zu fühlen, vermischen sich die Domänen von öffentlich und privat. Von einer ganz anderen Seite kommend gelangt er zu einem ähnlichen Ergebnis wie der englische Philosoph Raymound Geuss, der meint, dass es keine klare Grenzziehung zwischen öffentlich und privat gäbe. Diese Begriffe seien nicht einfach Gegensätze zwischen denen sich ein klarer Trennstrich ziehen ließe.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie David Lyon und andere gezeigt haben, sind Zählen und Sortieren elementare Prozesse einer auf Quantifizierung aufgebauten Gesellschaft, die solcher Rückkopplungen bedarf, um überhaupt funktionieren zu können. Elektronik und digitale Technologien generieren diese Daten &#039;automatisch&#039; und man könnte sie zwar löschen, tut es aber im allgemeinen nicht, da sie der Wirtschaft Effizienzsteigerungen und dem Einzelnen angeblich besseren Service verheißen. Auch dem heutigen Bürgertum ist die Privatsphäre der &#039;anderen&#039; egal, weshalb die umfassendsten Datenbanken, biometrische Ausweise und dergleichen zuerst bei Migranten und Migrantinnen ausprobiert wurden. In England (und nicht nur hier, aber hier ist es wohl am fortgeschrittensten) sind alle, die nicht weiß, Mittelklasse und mittleren Alters sind, automatisch verdächtig, und es wurde eine vielschichtige Überwachungsarchitektur eingerichtet, um sie - Kinder, Jugendliche, ethnische Minderheiten, alleinerziehende Mütter, alte Menschen - in Schranken zu halten. Bezeichnend die Forderung, die DNA bei sechsjährigen Schulkindern abzunehmen, um so evtl. frühzeitig das &#039;kriminelle Gen&#039; festzustellen. Schon jetzt muss jeder, der von der Polizei verhaftet oder auch nur kurzfristig festgehalten wird, eine DNA-Probe abgeben. Hier manifestiert sich auf dem neuesten Stand der Technik übelster Sozialdarwinismus, d.h. die Rückprojektion kulturell erworbener Eigenschaften wie &#039;kriminelles Verhalten&#039; auf die Biologie. Wie Brian Holmes argumentiert, tendieren diese Architekturen zur prognostischen Bildung von Annahmen über Verhaltensweisen. Im Londoner Stadtteil Newham laufen Feldversuche mittels Überwachungskameras und spezieller Software verdächtiges Verhalten automatisch feststellen zu können. Auch wenn diese Versuche nie zu etwas führen, so dienen sie doch einem Zweck, der Einschüchterung der Menschen gegenüber technologischer Allmacht. So sind die &#039;Precogs&#039; im Film Minority Report eine Metapher für die bereits im Aufbau befindlichen Strukturen einer viel umfassenderen Überwachung, einem vorausschauenden Ahnen und Steuern.  &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nachdem der scharfe Sozialabbau und die unnötige Prekarisierung aller Lebensumstände im Namen einer Risikogesellschaft zunächst noch von einer milderen Rethorik des &quot;dritten Wegs&quot; begleitet war, zeigt diese nun ihr autoritäres Gesicht. Der chinesische Polizeiknüppel verteidigt ja in Wahrheit &#039;unsere&#039; kapitalistische Überproduktion, weshalb &#039;wir&#039; in Wahrheit gar kein Interesse an Menschenrechten in China haben oder diese sind ein leeres Gesäusel wenn &#039;wir&#039; mit Produkten von KnastinsassInnen in autoritären Staaten Profit machen und uns die Füße am Erdgas aus Russland wärmen. Während die Europäer sich immer noch schulmeisterlich in der Rolle der Hüter von Recht und Demokratie verstehen und die Meinungsfreiheit zu verteidigen glauben, wenn xenophobe angeblich &#039;lustige&#039; Zeichnungen veröffentlicht werden, so kauft uns das doch längst keiner mehr ab und sogar ein Ahmedinejad oder Putin kann sich als Anti-Imperialist darstellen. Was die Problemlage verschlimmert ist, dass sich der neue alte autoritäre Geist vortrefflich mit der Technik verträgt. Die bürokratische Technogesellschaft verleiht dem System so viel Macht, dass es tatsächlich so aussehen könnte, als gäbe es eine Eigendynamik des Fortschritts, was es den Menschen letztlich verunmöglichen würde, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. So sind die Organe und Tentakel des Überwachungsstaates letztlich eine Funktion der vielen Heteronomien, denen wir ausgesetzt sind und die es aufzulösen gilt. Anstatt den Geist  der untergehenden Privatsphäre zu beschwören, sollten wir uns lieber der Frage stellen, wie es um die Qualität des öffentlichen Lebens steht und warum dieses so vor die Hunde gegangen ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;H3&gt;Zitate&lt;/H3&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&quot;On the one hand, a new breed of social organizations based on principles of weak cooperation and peer-production is sharply expanding the scope of what can be achieved by civil society. These are voluntary organizations, with flat hierarchies and trust-based principles. In general, they are transformative not revolutionary in character. This phenomenon is termed “bourgeois anarchism”. On the other hand, the liberal state – in a crisis of legitimacy and under pressure from such new organizations, both peaceful (civil society) and violent (terrorism) – is reorganizing itself around an increasingly authoritarian core, expanding surveillance into the capillary system of society, overriding civil liberties and reducing democratic oversight in exchange for the promise of security. This phenomenon is termed “authoritarian democracies”.&quot;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Felix Stalder, Bourgeois Anarchism and Authoritarian Democracies.&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.thenextlayer.org/files/Bourgeois-AnarchismV2.pdf&quot; title=&quot;http://www.thenextlayer.org/files/Bourgeois-AnarchismV2.pdf&quot;&gt;http://www.thenextlayer.org/files/Bourgeois-AnarchismV2.pdf&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&quot;they [4 specific types of surveillance technologies] are only a tiny part of a vastly wider range of surveillance techniques, all integrated to larger control systems which tend increasingly to rely on predictive algorithms. When surveillance develops to this degree you can say goodbye not only to privacy, but to the entire public/private divide on which individual choice in a democracy was founded. Today, what Habermas called the “structural transformation of the public sphere” has crossed another threshold.&quot;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Brian Holmes, Future Map&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://brianholmes.wordpress.com/2007/09/09/future-map/&quot; title=&quot;http://brianholmes.wordpress.com/2007/09/09/future-map/&quot;&gt;http://brianholmes.wordpress.com/2007/09/09/future-map/&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&quot;The aim of the liberal art of government is never to punish, transform or even save individuals, as in a disciplinary architecture, but instead to arrive at the optimal distribution of certain phenomena in society, “to reduce the most unfavorable, deviant normalities in relation to the normal, general curve.”&quot;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Brian Holmes quoting Focault (from above text).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;H3&gt;Reading Notes&lt;/H3&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hannah Arendt, Vita activa oder Vom tätigen Leben, 1972&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Jürgen Habermas, Strukturwandel der Öffentlichkeit, 1962; 1990; Suhrkamp&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Richard Sennett, The Fall of the Public Man; 1974; W.W. Norton&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;David Lyon: “Security, Seduction and Social Sorting: Urban Surveillance” in In the Shade of the Commons.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Beate Rössler, Der Wert des Privaten. 2001, Suhrkamp&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Raymond Geuss, Public Goods, Private Goods, 2001, Princeton University Press&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Karl Marx,  Der achtzehnte Brumaire des Louis Bonaparte, 1852&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.mlwerke.de/me/me08/me08_111.htm&quot; title=&quot;http://www.mlwerke.de/me/me08/me08_111.htm&quot;&gt;http://www.mlwerke.de/me/me08/me08_111.htm&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;


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 <pubDate>Tue, 01 Apr 2008 16:48:26 +0200</pubDate>
 <dc:creator>Armin Medosch</dc:creator>
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 <title>Freie Netze zwischen Anarchie und Hierarchie - Über die politische Bedeutung drahtloser Community-Netze</title>
 <link>http://www.thenextlayer.org/node/357</link>
 <description>&lt;p&gt;Dieser Artikel bezieht sich auf meine Magisterarbeit &quot;Vision und Realität Freier Netze - Selbstorganisation in der Netzkultur&quot;, die am Ende des Artikels als PDF-File angehängt ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;---------&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die Praxis Freier Community Netze ist neben der technologischen Umsetzung vor allem durch deren alltägliche soziale Organisation und Struktur geprägt, die je nach Netz irgendwo zwischen Hierarchie und Anarchie pendelt. Inwiefern die gesetzten Ziele in Free-Network Projekten dabei tatsächlich erreicht werden können, hängt vor allem vom Zusammenspiel von technologischer und sozialer Vernetzung ab.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Flexible Regulierungen im Bereich der Funkfrequenzen haben eine starke Verbreitung der Wireless-LAN-Technologie bewirkt und mit fallenden Hardwarepreisen sind die Möglichkeiten einer einfachen und kostengünstigen Vernetzung auch über die Grenzen von einzelnen Gebäuden hinweg gestiegen. Diese Potenziale werden seit einigen Jahren von Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft aufgegriffen: Während kommerzielle Internet-Service-Provider WLAN für spezifische lokalbezogene und mobile Services verwenden, wird die Technologie auf kommunalpolitischer Ebene für die deckende Internet-Versorgung von Städten (Beispiel San Francisco) eingesetzt, wodurch sich standortpolitische Vorteile ergeben. Freie Community-Netze hingegen werden weder von parteipolitischen noch von wirtschaftlichen Interessen gesteuert und stellen eine zivilgesellschaftliche Nutzung von Wireless LAN durch BürgerInnen dar, die damit auf selbstorganisierter und freiwilliger Basis Freie Netze über Stadtteile und Regionen hinweg aufbauen und betreiben. Die Freiheit, auf die sich drahtlose Community-Netzwerke beziehen, ist die persönliche Kommunikationsfreiheit der User und AktivistInnen im jeweiligen Netz und wie bei Freier Software nicht mit &#039;gratis&#039; gleichzusetzen. Die gesellschaftspolitische Komponente spielt dabei eine zentrale Rolle, wie Julian Priest, Mitbegründer der Londoner Pionier-Community consume.net, betont.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;„If you can own your own radio network you have control over how you operate it and how you connect. We recognised that network connections, how we make them and the terms under which we make them, are political acts as much as anything else.“&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Freie Netze sind kein rein technologisches Phänomen, sondern vielmehr sozial getriebene Projekte, die sich Technologie zu Nutze machen und sie für ihre Zwecke adaptieren. Formen der Organisation, Finanzierung und Umsetzung Freier Netze sind in einem sehr hohen Maß von den gesteckten Zielen sowie dem Kontext, in den sie eingebunden sind, abhängig. Sie variieren zwischen sehr hierarchisch organisierten und stark individualistischen Ansätzen, verfügen aber dennoch über ein gemeinsames Set an Idealen und organisatorischen Prinzipien. Die Bandbreite an unterschiedlichen Herangehensweisen wird anhand der beiden erfolgreichen Fallbeispiele Djurslands.net (Dänemark) und OLSR-Experiment(Freifunk Netz Berlin) besonders deutlich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Ein Ziel, zwei Wege&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Djursland ist eine infrastrukturell schwache Region in Dänemark, in der sich Telcos weigern, Breitband-Internet anzubieten. 2002 hat eine Gruppe von NetzaktivistInnen rund um Bjarke Nielsen begonnen, das Problem selbst in die Hand zu nehmen und auf Basis freiwilligen Engagements Teil für Teil der Region mit WLAN zu vernetzen. Djurslands.net ist heute als Verein mit klaren formalen Strukturen organisiert. Das technologische Netzwerk basiert auf einer hierarchisch aufgebauten Netzinfrastruktur im Hub-and-Spoke-Stil. Finanzierung, Organisation und technologischen Umsetzung bedingen sich dabei gegenseitig, da ein derartig aufgezogenes Netzprojekt klar definierte Verantwortung und Kompetenz benötigt. Die geringen Anschlussgebühren für User sind kostendeckend kalkuliert und liegen deutlich unter den Preisen kommerzieller Internetprovider. Bjarke Nielson, Gründer von Djurslands.net, erklärt die Situation zu Beginn des Netzprojektes:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;„We were not meant for having this DSL-technology. So we would sit back with modems and would be left behind with very slow connections while the cities would have this high-speed connections. For this reason all kind of development will not come to the rural areas. Being social about it, we figured out how to make connections which is as high-speed as the DSL in the cities.“&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das vorweg definierte Ziel, die Region Djursland vor einem Zurückfallen in der Informationsgesellschaft zu bewahren, konnte mit dieser Form der organisierten Planung und Umsetzung rasch in Angriff genommen werden. Bis Ende 2006 waren mehr als 4000 Haushalte der Region mit symmetrischer Breitbandanbindung versorgt und ein riesiger lokaler freier Kommunikationsraum geschaffen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Einen gänzlich anderen Weg schlagen dieFreifunk-AktivistInnen mit demOLSR-Experiment in Berlin ein. Das Projekt ist ein loser Zusammenschluss von NetzaktivistInnen ohne formalisierte Strukturen, was sich technologisch mit dem Einsatz des Mesh-Networking widerspiegelt. Mesh-Netzwerke verfügen nicht über die klassische hierarchische Netzwerktopologie, sondern sind flache, vermaschte ad-hoc Netzwerke. An einigen Punkten besteht Anschluss zum Internet, der geteilt und für das gesamte Netz zur Verfügung gestellt wird. Einen guten Teil der Organisation von Mesh-Netzwerken übernimmt das mesh-routing Protokoll selbst (beispielsweise OLSR oder B.A.T.M.A.N.), womit eine zentrale Administration, wie sie in Djursland nötig ist, hinfällig wird. Auch die Einhebung und Verteilung von Gebühren und Geldern ist in Berlin kein Thema, da es sich beim OLSR-Experiment um eine no-budget-Organisation handelt. Grundlegende Entscheidungen werden nach dem &lt;em&gt;„Prinzip des Ideen-Darwinismus“ &lt;/em&gt;(Jürgen Neumann, Freifunk) gefällt. Diese lose und unbürokratische Struktur ermöglicht es schließlich, dass eine Breite unterschiedlicher User (von IT-Profis über Kulturschaffende bis hin zu Leuten, die einfach nur gratis ins Netz wollen) gemeinsam unter einem Label zusammenarbeiten und dabei sowohl die eigenen Interessen verfolgen als auch das Netz an sich stärken.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Unabhängig? Nicht ganz.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Trotz dieser unterschiedlichen Herangehensweisen werden bei Djurslands.net und dem OLSR-Experiment die gleichen grundlegenden Ziele verfolgt: auf kooperativer Basis nachhaltig Netzinfrastrukturen aufzubauen und zu betreiben, die dem Ideal einer zivilgesellschaftlichen Bottom-up-Selbstorganisation entsprechen und von staatlichen sowie marktwirtschaftlichen Mechanismen weitgehend unabhängig sind. Eine völlige Unabhängigkeit ist dabei allerdings nicht möglich. Spätestens am Punkt der Anbindung ans Internet muss auf einen externen ISP zurückgegriffen werden, die benötigte Hardware wird fast ausschließlich von kommerziellen Unternehmen entwickelt und die Politik hat nicht zuletzt durch die Schaffung von Rahmenbedingungen – wie Frequenzregulierung oder Haftungsfragen bei offenen WLANs – direkt Einfluss auf Freie Netze. Es stellt sich also vordergründig nicht die Frage, ob es Abhängigkeiten zu Staat und Wirtschaft gibt, sondern wie dieses Verhältnis gestaltet wird. Ist es möglich, Sponsorgelder von Unternehmen oder staatliche Subventionen zu beziehen und dennoch ein Maximum an Unabhängigkeit zu wahren? Während vor allem die Anfangsphase des dänischen Djurslands.net nicht unerheblich durch EU-Fördergelder finanziert wurde, war in diesem Bereich die Kooperation von Freifunk mit einem Hardwarehersteller bei der Entwicklung des Mesh-Cube von Bedeutung. Das Unternehmen stellte die Hardware bereit, während die Community die Entwicklungsarbeit leistete, was für beide Seiten Vorteile brachte. Da das Produkt dennoch zu teuer blieb, scheiterte die Markteinführung und somit auch die Kooperation mit Freifunk.&lt;em&gt; „Es hat sich eine Synergie ergeben zwischen den Firmen und uns, aber das hat zu keiner Abhängigkeit geführt. Das Netz hätte sich wahrscheinlich langsamer entwickelt, wenn wir dieses Sponsoring nicht bekommen hätten und wir wären nicht in kurzer Zeit so weit gekommen.“ &lt;/em&gt;erklärt die Berliner Netzaktivistin Elektra.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In beiden Fällen war die Unabhängigkeit des Netzes weitgehend gesichert: Die Verbindlichkeiten von Djurslands.net gegenüber der EU endeten mit der Abrechnung der Subventionen und die Mesh-Cubes von Freifunk.net können jederzeit durch billigere Hardware ersetzt werden. Durch die Größe der Community befinden sich Freie Netze zudem in einer gestärkten Verhandlungsposition etwa gegenüber ISPs oder Hardwareunternehmen, was für klar abgegrenzte Agreements von großem Vorteil sein kann. Nichtsdestotrotz ist ein Mindestmaß an Vorsicht angebracht wie Armin Medosch, Autor des Buches Freie Netze – Free Networks betont:&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;„Ich glaube nicht, dass Business intrinsisch böse ist, aber man lässt sich auf etwas ein, das sich plötzlich als Sackgasse herausstellt und dann muss man sehen, wie man möglichst schlau agiert. Das ist ein sehr sehr schwieriges Terrain und es gibt dort die verschiedensten Fallgruben.“&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Mit Blick nach vorne&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In den wenigen Jahren, in denen die Free-Networks-Bewegung nun aktiv ist, ist die technologische Entwicklung extrem schnell voran geschritten, was zu deutlich mehr Stabilität und geringeren Zutrittsbarrieren für technisch weniger versierte User geführt hat. Damit besteht nun das Potenzial für eine Erweiterung um einige neue, nicht-technische Aspekte, was sich einerseits bereits jetzt durch großes Engagement der Community im Bereich der Entwicklungshilfe abzeichnet und andererseits durch spezifische lokale Anwendungen und Inhalte (Local Content), die innerhalb der Netze angeboten werden, noch gestärkt werden kann. Beispiele für eine derartige Nutzung der freien Kommunikations-Infrastruktur sind etwa Medien mit spezifisch lokaler Ausrichtung wie Netzradios, Netzines oder auch HIVE-Networks, an denen aktuell vor allem in den Londoner Communities gearbeitet wird.&lt;/p&gt;
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 <pubDate>Fri, 14 Mar 2008 19:21:24 +0100</pubDate>
 <dc:creator>christof</dc:creator>
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 <title>transmediale08 // conspire</title>
 <link>http://www.thenextlayer.org/node/329</link>
 <description>&lt;p&gt;die transmediale, immer ein erlebnis. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;nachdem die letzten jahre jedem klar war, dass die transmediale eine frischzellen kur braucht, war ich richtig gespannt was so auf mich zukommen wird. erstmal: ein ortswechsel. neue orte bringen neue ideen. zumindest sagt man das so.&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://flickr.com/photos/medienfrech/&quot; target=&quot;new&quot; alt=&quot;thx to medienfrech. klick for flickr&quot;&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img src=&quot;http://farm1.static.flickr.com/52/115958988_e07afdbd95.jpg&quot; width=&quot;500&quot;&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
das  &lt;a href=&quot;http://www.hkw.de&quot; target=&quot;new&quot;&gt;haus der kulturen der welt&lt;/a&gt; war also schauplatz der diesjahrigen transmediale. die berliner nennen es aufgrund seiner auffälligen bauweise auch &#039;die auster&#039;. nachdem beim bau in den 50ern gepfuscht wurde, musste nun die gesamte dachpartie renoviert werden, deshalb auch die dislozierung der transmediale.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;conspire. das war die thematische vorgabe dieses jahr. doch wer jetzt einen sack voller verschwörungstheorien erwartet, und schon die plattitüde am horizont kommen sieht, der  sei beruhigt. es geht in den basics um die fähigkeit des menschens mit anderen pläne zu schmieden, gemeinsam zu atmen. (con-spiro)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;höhepunkte für mich - ganz klar - waren otto e. roessler und humberto maturana. roessler, ein metaphysiker oder seinen theorien nach endophysiker, hielt eine erfrischend reduzierte keynote mit overhead folien, in der er den umgang mit schwarzen löchern verdeutlichte. im c.e.r.n läuft gerade das grösste physikalische experiment der menschheit, über 10.000 physiker schaffen gemeinsam den grössten teilchenbeschleuniger der welt. es sollen so micro-blackholes geschaffen werden, an deren ereignishorizont messungen stattfinden sollen, die diese mysterien im raum ein wenig näher beleuchten. mehr dazu auf &lt;a href=&quot;http://www.steckdosenkunst.com/wordpress/?p=602&quot; target=&quot;new&quot;&gt;meinem blog&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://www.flickr.com/photos/workout_fox/2234810175/&quot; title=&quot;Maturana close up by workout_fox, on Flickr&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://farm3.static.flickr.com/2112/2234810175_82e14acae4.jpg&quot; width=&quot;500&quot; height=&quot;375&quot; alt=&quot;Maturana close up&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
emotional war jedoch humberto maturana der grosse abräumer auf der transmediale. zugegebenermassen schwankte ich anfangs bei dem vortrag den er mit seiner partnerin davila machte zwischen langeweile und verwunderung über die komplexität der themensprünge die sie machten. als zwiegespräch aufgebaut war das keynote event bald für viele nicht mehr nachvollziehbar. als sich die gruppe von zuhörern jedoch gesundschrumpfte, luden die beiden die verbliebenen auf die bühne ein, wo dann in gruppen die materie systemtheorie genau durchleuchtet wurde. auf diese weise kam es dann zu direkter interaktion mit humberto, und er hatte für jeden ein wort parat. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;definitiv erwähnenswert waren auch die vorträge im bilderberg salon. &lt;a href=&quot;http://www.picidae.net/&quot; target=&quot;new&quot;&gt;picidae&lt;/a&gt; das projekt von mathias jud und christoph wachter, zwei schweizern, befasst sich mit der offenlegung von zensur im internet. durch die geschickte umwandlung von websites in jpeg bilder kann die filterung durch keywords umgangen werden, zensur wird verunmöglicht.&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.flickr.com/photos/workout_fox/2236786282/&quot; title=&quot;google inc. by workout_fox, on Flickr&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://farm3.static.flickr.com/2304/2236786282_33e0c44fe5.jpg&quot; width=&quot;500&quot; height=&quot;375&quot; alt=&quot;google inc.&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.ubermorgen.com/2007/index.html&quot; target=&quot;new&quot;&gt;uebermorgen&lt;/a&gt; mit ihrem projekt &lt;a href=&quot;http://gwei.org/index.php&quot; target=&quot;new&quot;&gt;g.w.e.i&lt;/a&gt; haben verdeutlicht, wie man mit einfachen plänen grosse konzerne übernehmen kann, mt welchen problemen man dabei konfrontiert wird, und dass all die staatsmacht institutionen wie nachrichtendienste oder multies auch nur mit wasser kochen. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;alles in allen ein guter neuer start der transmediale am neuen ort, wenngleich die latte seit den letzten jahren etwas niedrig lag. die &lt;a href=&quot;http://www.transmediale.de/site/fileadmin/user/08/download/080202_pm_award_en.pdf&quot;&gt;awards&lt;/a&gt; gingen dieses jahr an ein lineares einkanal video von julia meltzer und david thorne (us) mit dem namen &#039;not a matter of if but when&#039;. wo ein syrier seine lebenserfahrungen über chaos und krieg verarbeitet. sozialporno in kunstform. zweiter wurde verdienterweise uebermorgen.com, als dritter konnte gordan savicic mit &lt;a href=&quot;http://pain.yugo.at/&quot;&gt;constraint city&lt;/a&gt; den schwach dotierten preis für sich verbuchen. &lt;/p&gt;


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 <comments>http://www.thenextlayer.org/node/329#comments</comments>
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 <pubDate>Fri, 08 Feb 2008 13:21:30 +0100</pubDate>
 <dc:creator>peter</dc:creator>
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 <title>Drupal Einführung für „Endbenutzer“</title>
 <link>http://www.thenextlayer.org/node/196</link>
 <description>&lt;p&gt;Ich hab mal nach einer simplen Einführung in Drupal für Benutzer dieser Seite gesucht, und im deutschen Drupalhandbuch einiges gefunden.&lt;br /&gt;
Wenn ich zeit habe, mach ich daraus „Erste Schritte“ für „The Next Layer“.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Drupal Benutzerhandbuch&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.drupalcenter.de/handbuch/infos&quot; title=&quot;http://www.drupalcenter.de/handbuch/infos&quot;&gt;http://www.drupalcenter.de/handbuch/infos&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Drupal für Endbenutzer&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.drupalcenter.de/handbuch/924&quot; title=&quot;http://www.drupalcenter.de/handbuch/924&quot;&gt;http://www.drupalcenter.de/handbuch/924&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Tutorials &amp;amp; How To&#039;s&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.drupalcenter.de/handbuch/147&quot; title=&quot;http://www.drupalcenter.de/handbuch/147&quot;&gt;http://www.drupalcenter.de/handbuch/147&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;dort z.B.:&lt;br /&gt;
Arbeiten mit dem Drupal Taxonomie-System&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.drupalcenter.de/handbuch/149&quot; title=&quot;http://www.drupalcenter.de/handbuch/149&quot;&gt;http://www.drupalcenter.de/handbuch/149&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
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 <pubDate>Fri, 02 Nov 2007 17:00:01 +0100</pubDate>
 <dc:creator>tt</dc:creator>
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 <title>Chaos Computer Club hackt Hamburger Wahlstift - CCC hacks electronic voting pens</title>
 <link>http://www.thenextlayer.org/node/181</link>
 <description>&lt;p&gt;Am 24. Februar 2008 soll in Hamburg mit dem neuen &quot;Digitalen&lt;br /&gt;
Wahlstift&quot; gewählt werden. Durch eine grundlegende Änderung des&lt;br /&gt;
Wahlrechts wird unter anderem ein Computer-Wahlverfahren eingeführt,&lt;br /&gt;
das nur oberflächlich wie die vertraute Wahl mit Zettel und Stift&lt;br /&gt;
aussieht. Der Chaos Computer Club (CCC) weist nun mit der&lt;br /&gt;
Demonstration eines Wahlstift-Trojaners auf die erheblichen&lt;br /&gt;
Manipulationsrisiken dieses Verfahrens hin.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Rein äußerlich soll der Wahlvorgang für die 1,2 Millionen Hamburger&lt;br /&gt;
Wähler in den Wahllokalen gleich bleiben. Jeder Wähler geht in die&lt;br /&gt;
Wahlkabine und kreuzt dort seine Stimmen auf dem Papier an. Dafür&lt;br /&gt;
bekommt er einen Digitalen Wahlstift ausgehändigt. Der elektronische&lt;br /&gt;
Stift zeichnet über ein für Menschen kaum sichtbares Muster auf dem&lt;br /&gt;
Stimmzettel auf, wo auf dem Papier der Wähler seine Kreuze macht. Der&lt;br /&gt;
Stift wird anschließend in eine Auslesestation gesteckt, um das&lt;br /&gt;
digitale Kreuz vom Stift über ein Kabel auf einen Laptop zu&lt;br /&gt;
übertragen. Im Laptop werden dann die Kreuze zu Stimmen umgerechnet.&lt;br /&gt;
Am Wahlende wird aus den gespeicherten Kreuzen ein Ergebnis&lt;br /&gt;
errechnet, welches dann über einen Drucker ausgegeben wird. Aus&lt;br /&gt;
Gründen der Ausfallsicherheit werden alle Stimmen zusätzlich auf&lt;br /&gt;
einem USB-Stick gespeichert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Laut dem neuen Hamburger Wahlgesetz sollen dabei ausschließlich die&lt;br /&gt;
vom Wahlstift aufgezeichneten digitalen Kreuze als Ausdruck des&lt;br /&gt;
Wählerwillens gelten, das Papier dient nur als wählerberuhigende&lt;br /&gt;
Dekoration. Folgerichtig werden die Stimmen auf dem Papier auch nur&lt;br /&gt;
in 17 der ca. 1300 Wahllokale zur Überprüfung nachgezählt. Stimmen,&lt;br /&gt;
welche nicht mit dem Digitalen Wahlstift, sondern erkennbar mit einem&lt;br /&gt;
herkömmlichen Kugelschreiber oder Füller abgegeben werden, gelten als&lt;br /&gt;
ungültig und werden aussortiert. Bei einer Differenz zwischen der&lt;br /&gt;
Stichprobenzählung und den digital ermittelten Stimmen zählen deshalb&lt;br /&gt;
nicht, wie vom Wähler erwartet, die Stimmzettel, sondern die vom&lt;br /&gt;
Computer ermittelten Ergebnisse. Bei der Briefwahl werden die Stimmen&lt;br /&gt;
von zwei Wahlhelfern mit dem Digitalen Stift nachgemalt, um damit&lt;br /&gt;
ebenfalls ein computergestütztes Ergebnis zu ermitteln.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit dieser Konstruktion wird dem Wähler nur eine Papierwahl&lt;br /&gt;
vorgegaukelt, de facto findet aber eine Computerwahl mit allen&lt;br /&gt;
bekannten Risiken und ohne Nachprüfbarkeit für den Wähler statt. Der&lt;br /&gt;
Hamburger Wahlstift reiht sich so nahtlos an die umstrittenen NEDAP-&lt;br /&gt;
Wahlcomputer, die gerade in den Niederlanden wegen zahlreicher&lt;br /&gt;
Sicherheitsprobleme und mangelnder Nachprüfkeit des Zustandekommens&lt;br /&gt;
des Ergebnisses abgeschafft wurden. [1]&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Um die technische Sicherheit des Digitalen Wahlstift Systems (DWS) zu&lt;br /&gt;
belegen, wurde ein Schutzprofil nach den sogenannten Common Criteria&lt;br /&gt;
erstellt, einem Standard der eigentlich zur Standardisierung von&lt;br /&gt;
Teilbereichen der IT-Sicherheit, nicht aber für Wahlsysteme&lt;br /&gt;
entwickelt wurde. Die Verwendbarkeit von Common Criteria für die&lt;br /&gt;
Beurteilung von Wahlsystemen gilt demzufolge unter Experten als&lt;br /&gt;
äußerst zweifelhaft. Aufgrund dieses Schutzprofils soll nun eine&lt;br /&gt;
Baumusterprüfung durch die Physikalisch-Technische Bundenanstalt&lt;br /&gt;
(PTB) stattfinden. Gegenstand der Prüfung soll dabei die&lt;br /&gt;
Auslesestation und der Wahlstift selbst, die Software auf dem Stift&lt;br /&gt;
sowie die Auswertungs- und Zählsoftware auf dem Laptop sein. Die&lt;br /&gt;
Prüfung umfasst jedoch nicht den Drucker, den Laptop, auf dem Windows&lt;br /&gt;
XP als Betriebssystem laufen wird, und die zentrale&lt;br /&gt;
Auswertungssoftware beim Statistikamt Nord. Die PTB hatte schon die&lt;br /&gt;
Wahlcomputer der Firma NEDAP für Deutschland als sicher eingestuft,&lt;br /&gt;
welche in den Niederlanden gerade aufgrund von Sicherheitsbedenken&lt;br /&gt;
komplett aus dem Verkehr gezogen wurden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine Manipulation der Wahl durch Innentäter, also etwa durch&lt;br /&gt;
Wahlhelfer, Administratoren der Behörde für Inneres oder Mitarbeiter&lt;br /&gt;
der Herstellerfirmen wird im Schutzprofil per Definition&lt;br /&gt;
ausgeschlossen. Der Sprecher des Chaos Computer Club, Dirk Engling&lt;br /&gt;
sagte dazu: &quot;Die Ignoranz gegenüber der Innentäter-Gefahr entlarvt&lt;br /&gt;
das konzeptionell falsche Herangehen an computerisierte Wahlvorgänge.&lt;br /&gt;
Es erinnert an einen Flugzeugbauer, der bei der Konstruktion mal eben&lt;br /&gt;
die Erdanziehung vergisst und sich nachher wundert, dass das Flugzeug&lt;br /&gt;
nicht abheben kann.&quot; Die von Hersteller und Hamburger Senat&lt;br /&gt;
getroffene Annahme, dass es keine Innentäter geben wird, die eine&lt;br /&gt;
Wahlfälschung versuchen würden, disqualifiziert die&lt;br /&gt;
Sicherheitsannahmen für das System vollständig.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine Veröffentlichung der Software des Digitalen Wahlstiftsystems und&lt;br /&gt;
damit der zu Grunde liegenden Technik ist nicht vorgesehen, womit&lt;br /&gt;
eine öffentliche Prüfung durch unabhängige Sicherheitsexperten&lt;br /&gt;
unterbunden wird. Kritische Aussagen der Verfassungsexperten Dr.&lt;br /&gt;
Stephanie Schiedermair und Prof. Dr. Ulrich Karpen werden ignoriert.&lt;br /&gt;
Auch Warnungen von Sicherheitsexperten wie Prof. Dr. Klaus Brunnstein&lt;br /&gt;
und dem CCC wurden als theoretisch oder populistisch abgetan. &quot;Die&lt;br /&gt;
Geheimniskrämerei erinnert fatal an das Vorgehen bei NEDAP-&lt;br /&gt;
Wahlcomputern, offenbar unterschätzen die Hamburger&lt;br /&gt;
Entscheidungsträger die Sicherheitsprobleme und haben aus dem&lt;br /&gt;
Desaster im Nachbarland Niederlande nichts gelernt&quot;, sagte CCC-&lt;br /&gt;
Sprecher Dirk Engling.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Obwohl der Chaos Computer Club vom Hamburger Wahlleiter kein&lt;br /&gt;
komplettes System für eine Analyse erhalten hat, konnten anhand der&lt;br /&gt;
verfügbaren Informationen und durch Untersuchung der Basistechnologie&lt;br /&gt;
des Wahlstifts, dem Anoto-Digitalstiftsystem, eine Reihe von&lt;br /&gt;
schwerwiegenden prinzipiellen Mängeln identifiziert werden. Dabei&lt;br /&gt;
wurde das grundlegende Problem computergestützter Wahlen - die&lt;br /&gt;
mangelnde Überprüfbarkeit durch den Wähler - überdeutlich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der CCC hat zur beispielhaften Illustration der vielfältigen&lt;br /&gt;
Angriffsmöglichkeiten gegen den Wahlstift für die Hamburger&lt;br /&gt;
Bürgerschaft einen trojanischen Wahlstift entwickelt, der äußerlich&lt;br /&gt;
nicht als solcher erkennbar ist. Solch ein Stift kann sowohl von&lt;br /&gt;
Wählern als auch von an der Wahlvorbereitung und -durchführung&lt;br /&gt;
beteiligten Personen unbemerkt ins Wahllokal mitgebracht und statt&lt;br /&gt;
dem echten Wahlstift in die Auslesestation gesteckt werden. Der&lt;br /&gt;
manipulierte Stift überträgt dann nicht nur digitale  Stimmkreuze zum&lt;br /&gt;
Auswertungscomputer, sondern agiert als ein sogenanntes Trojanisches&lt;br /&gt;
Pferd zum Einschleusen von Schadsoftware. Sobald der Stift in die&lt;br /&gt;
Auslesestation gesteckt wird, aktiviert sich ein&lt;br /&gt;
Manipulationsprogramm, welches automatisch auf das Zielsystem&lt;br /&gt;
übertragen und dort ohne Zutun des Bedieners ausgeführt wird. Das&lt;br /&gt;
Programm kann nun problemlos Manipulationen auf dem Auswertungslaptop&lt;br /&gt;
vornehmen, indem es z. B. die Position der digital gespeicherten&lt;br /&gt;
Stimmkreuze verändert, das Endergebnis verfälscht, speichert und&lt;br /&gt;
ausgibt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&quot;Der trojanische Wahlstift ist nur einer von vielen verschiedenen&lt;br /&gt;
Angriffen gegen das Wahlstift-System. Es geht hier nicht um das eine&lt;br /&gt;
oder andere Sicherheitsloch, das noch irgendwie gestopft werden kann.&lt;br /&gt;
Das prinzipielle Problem ist, dass der Wähler bewusst in die Irre&lt;br /&gt;
geführt wird. Ihm wird eine Papierwahl vorgegaukelt, die in Wahrheit&lt;br /&gt;
eine unsichere und intransparente Computerwahl ist&quot;, sagte CCC-&lt;br /&gt;
Sprecher Dirk Engling.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vor dem Hintergrund der prinzpiellen und sicherheitstechnischen&lt;br /&gt;
Probleme des Digitalen Wahlstifts, insbesondere der mangelnden&lt;br /&gt;
Überprüfbarkeit durch den Wähler, fordert der Chaos Computer Club den&lt;br /&gt;
Hamburger Gesetzgeber dazu auf, das Wahlstiftsystem aufzugeben.&lt;br /&gt;
Selbst mit massiver Nacharbeit an den heute sichtbaren&lt;br /&gt;
Sicherheitslücken ist das System prinzipbedingt nicht dazu geeignet,&lt;br /&gt;
die Anforderungen an Wahlen in Deutschland zu erfüllen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;[1] &lt;a href=&quot;http://www.ccc.de/updates/2007/wahlcomputer-ausgemustert&quot; title=&quot;http://www.ccc.de/updates/2007/wahlcomputer-ausgemustert&quot;&gt;http://www.ccc.de/updates/2007/wahlcomputer-ausgemustert&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
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 <pubDate>Thu, 25 Oct 2007 22:24:15 +0200</pubDate>
 <dc:creator>aaron</dc:creator>
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 <title>Die imaginäre Zukunft oder: wie Versionen der Zukunft aus der Vergangenheit die Gegenwart bestimmen.</title>
 <link>http://www.thenextlayer.org/node/167</link>
 <description>&lt;p&gt;&lt;H3&gt;Eine Rezension des Buches “Imaginary Futures” von Richard Barbrook.&lt;/H3&gt; Als sich die USA in der Ära des Kalten Krieges auf eine Spirale des Wettrüstens mit der Sowjetunion einließen, tobte zugleich auch ein ideologischer Kampf. Die Führungsschichten beider Seiten versuchten, indem sie den Anspruch auf die Zukunft erhoben, auch die Gegenwart zu dominieren.  Die Sowjetunion hatte dabei den Vorteil, das von einer Befreiungs-Utopie geprägte Geschichtsbild des Marxismus auf ihrer Seite zu haben. Und in den frühen 1960er Jahren übte diese Zukunftsvorstellung eine große Anziehungskraft aus – sowohl auf die sich gerade aus der Kolonialherrschaft befreienden armen Nationen Asiens und Afrikas, als auch auf die Jugend des Westens. Mit dem “Sputnik-Schock” und der in den Weltraum fliegende Hündin Laika sah es auch für kurze Zeit so aus, als habe die Sowjetunion in Schlüsseltechnologien die Nase vorne. Mit  der Gründung der ARPA unternahm die USA eine gewaltige Anstrengung, den eingebildeten oder realen technischen Vorsprung der UdSSR auf- und zu überholen. Zugleich konstruierten Ex-Marxisten in den USA eine nicht-marxistische Ideologie des aufgeklärten Konsumerismus und erhoben damit den Anspruch, nicht nur wirtschaftlich und militärisch, sondern auch intellektuell jene Macht zu sein, der die Zukunft gehörte.&lt;br /&gt;
In der Entwicklung dieser Theorien stützten sie sich auf die Ideen von Marshall McLuhan über die weltverändernde Macht der elektronischen Medien. Das dabei entwickelte Leitmotiv der computertechnisch vernetzten Informationsgesellschaft hat seither unsere Vorstellungen von der Zukunft dominiert und fährt, nach dem Ende der Sowjetunion, fort, die einzige &#039;Vision&#039; einer Zukunft zu sein, die wir im Westen haben. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;“Wir sind Gefangene einer Zukunftsvorstellung, die bereits Mitte der 1960er Jahre auf der Höhe des Kalten Kriegs entwickelt wurde  und deshalb seien wir nicht in der Lage eigene, alternative Zukunftsvorstellungen zu entwickeln”, so etwa lautet zusammengefasst die Grundthese des Buches “Imaginary Futures” von Dr. Richard Barbrook, bohemianhafter Internet-Intellektueller und Lektor an der Westminster University, London. Erschienen im Pluto Verlag am Beginn dieses Sommers, ist “Imaginary Futures” eine dringend benötigte Abrechnung mit dem ideologischen Gehalt der Informationsgesellschaft. Kaum jemand ist besser dazu in der Lage als Barbrook.&lt;br /&gt;
Bereits 1995 verfasste er gemeinsam mit dem damals ebenfalls bei Westminster lehrenden Andy Cameron den inzwischen kanonisch gewordenen Text &lt;a href=&quot;http://www.heise.de/tp/r4/artikel/1/1007/1.html&quot;&gt;&quot;Die kalifornische Ideologie&quot;&lt;/a&gt;. In diesem Text dekonstruieren sie die Ideologie des damaligen Leitmediums  der aufkeimenden Internetgesellschaft, des Magazins Wired. Das in knalligen Farben gestaltete Magazin proklamierte die unwahrscheinliche Allianz zwischen Techno-Hippies und ultralibertären Republikanern aus dem Newt Gingrich Lager. Das Magazin erklärte McLuhan zum Säulenheiligen des Internet und teilte die Welt in Wired (vernetzt) und Tired (müde) ein. Während die Fähigkeiten des Netzes gepriesen wurden, eine dezentrale, basisdemokratische &quot;Wissensgesellschaft&quot; zu befördern, verschärfte die in Gang kommende New Economy in Wahrheit nur die Klassengesellschaft und öffnete dem bereits dahinsiechenden Neoliberalismus die Chance auf einen zweiten Frühling - mit allem was dazu gehört, wie Prekarität und die Verlagerung der Produktion in diktatorische Entwicklungsländer. Wired behauptete, dass das Internet den alten Industrien und Broadcast-Medien den Todesstoß versetzen würde. In Wirklichkeit geschah genau das Gegenteil: Wired wurde vom Conde-Naste-Konzern verschluckt und die alten Mächte des Staates ebenso wie die Ziegel-und-Mörtel-Konzerne und die Datenlords der Copyright-Industrien versuchen seither, mehr oder weniger erfolgreich, das Internet unter Kontrolle zu bringen. Während sich kritische europäische Intellektuelle begeistert den Text &quot;Kalifornische Ideologie&quot; zu eigen machten, verfielen die politischen Führungsschichten eben dieser. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Die &quot;imaginären Zukünfte&quot; sind nun das Produkt einer weit profunderen Abrechnung mit der Ideologie der Informationsgesellschaft. Mehr als 10 Jahre hat Barbrook gebraucht, bis er dieses Buch herausbringen konnte. Als Zwischenstufen dienten fleißige Textproduktionen, die über Internetmedien wie z.B. die einflussreiche Mailingliste Nettime publiziert wurden. Zu den Höhepunkten dieser Zwischenphase zählen die &quot;High-Tech Gift Economy&quot;, ein Essay in dem sich Barbrook mit den File-Sharing Netzen und der Open-Source-Software-Bewegung auseinandersetzte, sowie &quot;Cyber-Communism&quot;. In letzterem Text vertritt Barbrook die provokante These, dass die USA mit dem Internet, das aus einem anti-kommunistischen Impuls hervorging, ironischerweise die materielle Basis für den Einzug des digitalen Kommunismus geschaffen habe. Barbrook liebt solche Ironien und Zuspitzungen, den rhetorischen Sucker-Punch in Gestalt des gekonnten Einzeilers, wenn er zum Beispiel erklärt, dass &quot;Anarchismus, Kapitalismus für Hippies sei”. Bei solchen polemischen Zuspitzungen besteht immer die Gefahr, ins Formelhafte abzugleiten. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Doch Imaginary Futures ist der Beleg, dass Barbrook als Autor wie als Theoretiker eine neue Reifephase erreicht hat. Dieses Buch ist vor allem eine Geschichtslektion. Als Ausgangspunkt mit biografischem Hintergrund wählt Barbrook die Weltausstellung von 1964 in New York. Das Cover des Buches ziert ein Foto, das Barbrook als Siebenjährigen zusammen mit seiner Mutter und seiner jüngeren Schwester auf dem Gelände der Weltausstellung zeigt. Barbrook Senior hatte damals ein einjähriges Forschungsstipendium am MIT in Boston. Und, wie sich zeigen sollte, verkehrten damals im Hause Barbrook einige der Bösewichte dieses Buches. Als Labour-Mitglied  zählte Richard Barbrook&#039;s Vater zur &quot;Cold War Left&quot;, der Linken des Kalten Krieges. Viele Linke, so Barbrook&#039;s These, die in jungen Jahren dem Marxismus oder Trotzkyismus anhingen, sahen sich in der Zeit des Kalten Kriegs vor die Wahl gestellt, sich für einen der Machtblöcke zu entscheiden. Zwar innerlich nach wie vor sozialistisch oder sozialdemokratisch eingestellt, entschieden sich Schlüsselpersonen wie Daniel Bell oder Walt Rostow für die Allianz mit der Machtelite der USA. Ihr Wissen über den Marxismus machte sie ideal geeignet, eine un-marxistische, also gereinigte Version des Marxismus zu entwerfen, mit der sich die Führungsschichte der USA anfreunden konnte, erklärt Barbrook. Und ebenso wie sie den Marxismus von allen Spuren von Marx (und Lenin) reinigten, nahmen sie den gerade zum Besteller-Autor gewordenen McLuhan und schufen einen von McLuhans Ambiguitäten gesäuberten McLuhanismus ohne McLuhan. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Im Kern dieses ideologischen Konstrukts steht eine technologische Zukunftsvision, die von der Denkfigur des technologischen Determinismus getragen ist. Laut dieser &quot;Theorie&quot;, die nicht im eigentlichen akademischen sondern in einem eher volkstümlichen Sinn eine Theorie ist, bilden die neuen Medien die wichtigste Kraft für gesellschaftlichen Fortschritt. Technologie und Gesellschaft werden als grundsätzlich getrennt verstanden und die neuen Technologien wie z.B. das Internet treffen von außen her auf eine Gesellschaft, die nun wie eine Billardkugel herumgestoßen wird. Der soziale Wandel ist direktes Resultat des &#039;Impakts&#039; der neuen Technologien. Was an dieser Lehre so fundamental verwerflich ist, ist der Umstand, dass der technologische Determinismus uns Menschen zum reinen Zuschauer der Geschichte macht, die sich wie ein Spektakel vor unseren Augen entfaltet.&lt;br /&gt;
Wir seien, so der Techno-Determinismus, zwar Betroffene, die sich den neuen Entwicklungen anpassen und mit diesen leben müssen, aber keinen Einfluss auf deren Gestaltung haben. Die Gestaltung der Technologien und somit der Zukunft erfolgt, fernab von uns bodenständigen Erdlingen, in den Elfenbeintürmen und Zitadellen des Wissens wie eben dem bereits genannten MIT. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Anhand der Weltausstellung 1964 beschreibt Barbrook, wie diese &quot;zukunftsweisenden&quot; Technologien verklärt und fetischisiert werden. Die Macher der Weltausstellung plazierten in deren Zentrum von US-Großunternehmen produzierte Ausstellungsstücke über nukleare Energie, Computer und künstlische Intelligenz und Raketen. Dabei wurde das Kunststück zuwege gebracht, diesen militaristischen Technologien ein friedfertiges Antlitz zu geben und sie als Meilensteine Amerikas am Weg in die Modernität zu feiern. Kerntechnologie und Rakten würden nicht dazu dienen, Atombomben auf die Städte der Warchauer-Paktstaaten herunterregnen zu lassen, sondern, ganz im Gegenteil, der bemannten Raumfahrt und dazu, Energie zu erzeugen, die zu billig sein würde,  um ihren Verbrauch abzurechnen. Das Kernstück der Ausstellung bildete jedoch ein in einem futuristischen Pavillion gezeigter Supercomputer, der in audiovisuellen Präsentationen als Meilenstein am Weg zur künstlichen Intelligenz präsentiert wurde. In dieser technischen Zukunftsvision, die manchmal ans absurd Witzige grenzt, werden Roboter die Hausarbeit erledigen, Menschen zum Urlaub auf den Mars fliegen und denkende Computer die Produktion und den Warenkreislauf perfekt organisieren. Kein Wort davon, dass die IBM-Computer der damaligen Zeit praktisch ausschließlich mit Hilfe gewaltiger Verteidigungsbudgets entwickelt wurden, um im vollautomatischen Krieg der Zukunft die nuklearen Interkontinentalraketen der UdSSR abzuwehren und die eigenen Bomber ans Ziel zu führen. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Dieses Vertrauen in die technologische Überlegenheit in der Kriegsführung verleitete den ehemaligen revolutionären Marxisten Walt Rostow zum Schreibtischtäter zu werden als er von Lyndon Johnson zum Sicherheitsberater gemacht wurde. Als US-Präsident Johnson eher unfreiwillig von den Falken in den eigenen Reihen in einen imperialistischen Krieg mit Nord-Vietnam getrieben wurde, entwickelten Rostow und Verteidigungsminister McNamarra eine High-Tech-Strategie in der Kriegsführung, die, so nebenbei bemerkt, die Auftragsbücher der Waffenindustrie füllte und den Universitäten zahlreiche Forschungsaufträge bescherte (eine Situation nicht unähnlich der heutigen, die Barbrook als &quot;militaristischen Keynisianismus&quot; bezeichnet). Ausführlich beschreibt Barbrook, wie die kybernetischen computergestützten Methoden Rostow&#039;s &#039;bewiesen&#039;, dass der Krieg gewonnen wurde, während er eigentlich verloren ging. Getötete Nord-Vietnamesische Soldaten wurden zu reinem Zahlenfutter in statistischen Computersimulationen über den Kriegsausgang. Etwa zur gleichen Zeit wurde Daniel Bell als Leiter der Kommission für das Jahr 2000 eingesetzt, die, so Barbrook, eine anti-kommunistische und Un-McLuhanistische Zukunft formulierte, deren wichtigste Parameter durch die neuen Medien-Technologien gesetzt werden sollten, die zur selben Zeit unter Leitung von J.R.C Licklider in den von der ARPA gesponserten neuen Labors ersonnen wurden, was auf lange Sicht zur Erfindung des Internet führen sollte. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Es brauchte nicht erst die Opfer des Irak-Krieges und die Leiden der irakischen Zivilbevölkerung, um eindringlich in Erinnerung zu rufen, dass trotz Vietnam derselbe technologische Hochmut in Gestalt der Bush-Regierung im allgemeinen und des diabolischen Ex-Verteidigungsministers Rumsfeld im besonderen in jüngster Vergangenheit  wieder die Politik bestimmen konnte, wobei es auch kein Zufall sein kann, dass viele der für die Irak-Strategie einst so einflussreichen so genannten Neo-Cons ehemalige Linke sind, genauso wie Rostow und Bell. Barbrook&#039;s Analyse ist da goldrichtig, wo er den rhetorischen Flachschwall der grassierenden Informations-Ideologie nicht nur als solchen entlarvt sondern ihren tieferen ideologisch-politischen Gehalt vermittelt. Mit seiner Analyse öffnet er uns die Augen dafür, warum es möglich ist, dass der Rahmen der heutigen Diskussion nach wie vor aus einer Zeit stammt, deren damalige Parameter sich eigentlich völlig überlebt haben. Barbrook liegt auch da richtig, wo er sowohl die Befürworter als auch die Gegner der High-Tech-Zukunft dafür kritisiert, im Grunde demselben technologischen Determinismus aufzusitzen. Sein Buch wird problematisch dort, wo er zuviel Gewicht auf die Schriften und Machenschaften einiger Kalter-Kriegs-Linker legt, die, wie der Schriftsteller und gemeinsame Freund John Barker anmerkte, für die wirklichen Machthaber auch nur entbehrliche nützliche Idioten waren. Trotz dieser (einzigen) Schwäche ist Imaginary Futures ein nicht nur lesenswertes sondern auch sprachlich und stilistisch sehr lesbares und extrem dicht recherchiertes Buch. Als Historiker, der Barbrook nun einmal ist, verlässt er sich nicht auf Sekundärmaterialien und liefert mit den zahlreichen Fußnoten eine Fülle von Hinweisen zum eigenen Weiterstudium eines höchst zeitgemäßen und wichtigen Themas.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Mittwoch dem 24. Oktober kommt Parteibuch tragendes Old-Labour-Mitglied und bekennender Sozialdemokrat Dr. Richard Barbrook ins Herz des Kulturkomplexes des Roten Wiens und hält im Quartier für Digitale Kultur im Wiener Museumsquartier um 19.00 Uhr einen Vortrag zum Thema des Buches.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Veranstaltungsinformation: &lt;a href=&quot;http://lab.netculture.at/&quot; title=&quot;http://lab.netculture.at/&quot;&gt;http://lab.netculture.at/&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;


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 <category domain="http://www.thenextlayer.org/taxonomy/term/139">Barbrook</category>
 <category domain="http://www.thenextlayer.org/taxonomy/term/140">Cold War</category>
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 <pubDate>Sun, 21 Oct 2007 16:13:39 +0200</pubDate>
 <dc:creator>Armin Medosch</dc:creator>
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 <title>On the radicalization of political discourse: (Counter-)Hegemony in the age of the New Media</title>
 <link>http://www.thenextlayer.org/node/165</link>
 <description>&lt;p&gt;Now that we are at “the end of history” (Fukuyama) political theory is in serious crisis. Bourgeois hegemony refuses to allow any alternatives that are not already within the capitalistic framework. At this point, the question for counterstrategies seems contradictory. Therefore, the conditions allowing for the possibility of such strategies must be created out at the meta-theoretical level. The focus must be on creating a new definition between the public and private, between the (repressive) state apparatus and the underlying civil society. Once this shift occurs, the Gramscian turning point can be instrumental in formulating of “radical democratic politics” (Laclau/Mouffe) which establishes itself after the principles of the French revolution in favor of an expanding the democratic horizon. From here, the essentialist obstacles to an emancipation can be removed with the help of the post-Marxist debate. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;However, such discussions soon lead to the subjective and theoretical debate in which the “death of the modern subject” is raised by (post)structural contingent. At this point, the uneven reliance on language implies a dictatorship of the dialog which allows no-point-of-view beyond the common and easily anticipated discourse. The pervasive monolith of power thereby becomes an invincible and hopeless force against which is hopeless to resist. A fact which bodes in favor of bourgeois hegemony. Thus the capacity to act must be restored to the autonomous individual as argued by the philosopher Michel Foucault. As Foucault states, the autonomous individual (“the world of body and pleasure”) is the implied antecedent to any discursive which may take place. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;This idea of the self forms the basis for a counterattack on the bourgeois lack of imagination. By reconstituting the body, a new “theory of practice” (Bourdieu) can emerge thus creating a critical analysis on an object level. Therefore new cultural technologies (such as the internet) form the qualitative turning point away from a commercial media machine which focuses solely on profit maximization. This shift could potentially be the beginning of an alternative cultural practice. So the age of computer-based communication should not be feared as “the end of history”, but might rather be seen as the beginning of radicalization of the democracy in western society. In this sense, new media technologies are vital as they offer the possibility for new social practices and the reinterpretation of today’s hegemonial structures.&lt;/p&gt;
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 <category domain="http://www.thenextlayer.org/taxonomy/term/3">Deutsch</category>
 <category domain="http://www.thenextlayer.org/taxonomy/term/126">Research</category>
 <category domain="http://www.thenextlayer.org/taxonomy/term/138">Abstract for Prix Ars Electronica</category>
 <pubDate>Fri, 19 Oct 2007 22:27:40 +0200</pubDate>
 <dc:creator>capprich</dc:creator>
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 <title>Parallelwelten</title>
 <link>http://www.thenextlayer.org/node/64</link>
 <description>&lt;p&gt;[Eine deutlich verbesserte Fassung dieses Artikels ist erschienen in Futurezone: &lt;a href=&quot;http://futurezone.orf.at/it/stories/224793/&quot; title=&quot;http://futurezone.orf.at/it/stories/224793/&quot;&gt;http://futurezone.orf.at/it/stories/224793/&lt;/a&gt; ]&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Immer wenn ich den Fernseher einschalte, dann sehe ich, oft zu den besten Sendezeiten, Quizshows, bei denen es etwas zu gewinnen gibt. In großem Variantenreichtum hat man heute diese Wettbewerbe. Da sind solche, bei denen das einfache Beantworten von Fragen schon reicht, um eine Million zu gewinnen, bis hin zu solchen, bei denen man als Möchtegern-Popstar oder Tänzer miteinander konkurriert, um in die nächste Runde zu kommen. Von Leuten, die dann tatsächlich einen Geldpreis gewinnen wird erwartet, zu erröten und einen kleinen Nervenzusammenbruch zu bekommen, so wie man sich eben im Fernsehen bei Preisverleihungen verhält, in diesem quasiprivaten Moment vor Millionen. Doch es geht mir nicht um diese Quizshows und Wettbewerbe, worauf ich hinaus will ist das, wofür deren Beliebtheit steht. Es ist Ausdruck einer Gesellschaft, die den Wettbewerb als Grundform allen Strebens verinnerlicht hat. Seit der konservativen Wende Ende der siebziger, Anfang der achtziger Jahre mit Reagan, Thatcher, Kohl, hat sich ein neues Menschenbild etabliert, bei dem der nackte Materialismus als zu den höchsten Eigenschaften gehörig verstanden wird, wo laut Baronin Thatcher und ihrem unverwechselbaren Sinn fürs Pointierte, Gier gut ist und mittlerweile auch in der Mitte Mitteleuropas dem Geiz erotische Eigenschaften zugesprochen werden. Insbesondere seit dem Zusammenbruch der Sovietunion wird nun wieder so getan, als sei dieses Menschenbild nicht mit einem bestimmten Gesellschaftstyp verbunden sondern Ausdruck der menschlichen Natur. Da frage ich mich dann häufig, ob ich nicht in einer völlig anderen Welt lebe.     &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich erwache an einem sonnigen Spätspommertag zu Nachrichten von einer äußerst erfolgreich verlaufenen Demonstration in Berlin mit 15.000 TeilnehmerInnen (&lt;a href=&quot;http://www.heise.de/newsticker/meldung/96388&quot;&gt;siehe Heise Bericht&lt;/a&gt;). Es ging bei dieser überparteilich organisierten Veranstaltung um die jüngsten Bestrebungen hin zu weiterer Verschärfung der Überwachungsarchitekturm in Deutschland - so wie das vor allem durch den Innenminister betrieben wird. Danach werfe ich einen Blick auf die Website, die ich gerade baue (sehr wahrscheinlich dieselbe, auf der ich die erste Variante dieses Textes publizieren werde). Ich verwende dazu &lt;a href=&quot;http://www.drupal.org&quot;&gt;Drupal&lt;/a&gt;, ein &quot;freies&quot; Content-Management-System. Ihr, liebe Leserinnen und Leser, wisst natürlich, was dieses frei bedeutet, ich brauche euch nicht mehr aufzuklären. Von freier Libre Software zu kopierlinkem Gedankengut a la Lessig ist nun schon die ganze junge bildungsbürgerliche Bevölkerung von FLOSSigen Gefühlen bewegt. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Paradigmenwechsel hat bereits stattgefunden. Ich merkte es auch neulich auf der Ars Electronica. Als einige der Vortragenden ihre Slides mit Open Office auf einer Linuxplattform präsentierten - und in einem Fall sogar per Shell Script und mit Hilfe eines minmimalistischen Slideshow-Programms - da ging ein ahh durch das Publikum, es wurde positiv aufgenommen. Bei meiner zugegeben recht ungeschickten Drupal-Implementierung habe ich mitunter Fragen und ich muss sagen, in dieser Hinsicht hat sich einiges geändert. Während es früher vielleicht tatsächlich in Linux-Listen und Foren etwas rauher zugehen konnte, gehört ein guter Umgangston bei ernstzunehmenden FLOSS-Projekten heute zum Normalfall. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Um es also zusammenzufassen, wenn ich mir diese eine Welt ansehe, dann sind alle Menschen ungefähr so, wie das auch die Wirtschaftswissenschafter und Spieletheoretiker sehen, nämlich gewinnmaximierende, rationale Optimierer - oder etwas dieser Art. Und wenn ich mich in der Welt bewege, in der ich eigentlich mehr Zeit verbringe, dann arbeiten da Leute freiwillig gemeinsam an riesigen Projekten und sind dann in ihrer Freizeit auch noch bereit, Neulingen geduldig Antwort zu geben. Die Freude am Schaffen und die Zusammenarbeit sind in diesem Fall schon die ganze Motivation und nicht erst ein Geldpreis. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese kollaborative Methode ist so erfolgreich in der Software-Welt, dass ihre Tauglichkeit für andere Bereiche auf die Probe gestellt wurde. Naturgemäß ist es auch im künstlerisch, kulturellen Bereich so, dass Copyleft-Strategien auf lange Sicht besser sind. Aber kurzfristig ist es hier viel unklarer, wohl wegen der Propaganda der Copyright-Industrien. Wobei dazu gesagt sein sollte, dass es in allen Bereichen der &#039;kreativen Industrien&#039; nur ungenau feststellbar ist, wo die Grenze zwischen labour of love und Cyber-Knechtschaft und Prekariat verläuft. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mir scheint jedenfalls, dass frei nach etwas, das Brian Holmes auf Nettime geschrieben hat, dieser Widerspruch zwischen den Zweckoptimierern und denen, die in kollaborativen Projekten ihre libidinöse Überschussenergie verschwenden, nicht aufzulösen ist (Die genaue Stelle finde ich nicht, doch dises Posting gibt einen guten Einstieg &lt;a href=&quot;http://nettime.freeflux.net/blog/archive/2007/06/27/nettime-adam-curtis-or-cultural-critique-in-the-21st-century.html&quot;&gt;Bfrian Holmes: About Adam Curtis&lt;/a&gt;). Mir scheint, dass die andere Seite eine flasche Grundannahme von der Art trifft, die Welt ist böse also muss ich auch böse sein. Doch es ist bereits erwiesen, das das falsch ist und deshalb werden es täglich mehr, die auf die kollaborative Methode umsteigen, ganz ohne Zwang. Das heißt einfach , wir werden &#039;gewinnen&#039;(was immer das heißt;-).&lt;/p&gt;
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 <category domain="http://www.thenextlayer.org/taxonomy/term/63">Glosse</category>
 <pubDate>Sun, 23 Sep 2007 11:06:27 +0200</pubDate>
 <dc:creator>Armin Medosch</dc:creator>
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